Machu Picchu – Stadt in den Wolken

Der Zahn der Zeit konnte den Steinbauten dieser alten Kultstätte nichts anhaben. Die auf 2.350 m hoch über dem Urubamba-Tal erbaute Inka-Stadt gehört zu den besterhaltenen Bauwerken aus präkolumbianischer Zeit in Peru. Die stets in Nebel gehüllten Ruinen von Machu Picchu (alter Gipfel) waren vermutlich sogar noch im Aufbau, als bereits die Spanier das Land für sich eroberten. Aus bisher ungeklärten Gründen fanden diese jedoch nie den Weg in diese vom Dunst der Wolken verschleierte Region.




Seit 1983 ist Machu Picchu Weltkultur- und -naturerbe gleichzeitig. Die Meisterleistung liegt in der Architektur der ohne Mörtel ineinander greifenden Steinblöcke. Wie allerdings diese gigantischen Granitfelsen aus den umliegenden Steinbrüchen hierher gebracht wurden, bleibt wie auch die Funktion der Anlage bis heute ein Rätsel.
Einen der schönsten Ausblicke auf dieses Netz aus Ruinen, Häusern, Tempeln, Brunnen und Anbauterrassen sowie dem Huayna Picchu (junger Gipfel) im Hintergrund hat man beim Zustieg über das Sonnentor auf dem alten Inka Trail. Von hier aus lässt sich sehr gut die Aufteilung in einen oberen und einen unteren Abschnitt erkennen.



Intihuatana: Über Treppen erreicht man den 1,80 m hohen Stein in exponierter Lage, oberhalb der Anlage Machu Picchus. Der Fels wurde von den Inka vermutlich als Sonnenuhr benutzt. Übersetzt bedeutet er „Ort, an dem man die Sonne anbindet”. Am Tag der Sonnenwende steht diese beinah senkrecht über der Säule; eine gute Zeit, um das Land zu bestellen und die Aussaat zu beginnen.

Heiliger Platz: Die Gebäude um den Sektor wurden höchstwahrscheinlich zu zeremoniellen Riten genutzt. Umgeben wird er zum einen im Osten vom Tempel der drei Fenster, im Süden vom Haus des Hohepriesters und im Norden von der Rückseite des Haupttempels. Der Platz ist nicht mit dem königlichen Palast oder Kondortempel zu verwechseln.

Sonnentempel: Der erste Lichtstrahl bei Sonnenaufgang zur Sommer- oder Wintersonnenwende führte direkt durch ein Turmfenster in die Mitte des Raumes. Archäologen glauben, dass das einzige runde Gebäude der Anlage als Sternwarte diente und von den Inka zur Kontrolle des Kalenders genutzt worden ist. Damit hätten sie den exakten Zeitpunkt für den Anbau von Getreide und Ackerpflanzen bestimmen können.



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Der Besuch von Machu Picchu

Ausgangspunkt ist das am Fuße des Berges gelegene Städtchen Aguas Calientes. Hierher gelangt man entweder auf dem Inka Trail oder per Zug („Backpacker“, „Vistadome“) von Cuzco aus. Allerdings ist der Ort kein Platz absoluter Abgeschiedenheit, denn das Städtchen lebt vom Tourismus. Tagtäglich treffen hier Hunderte von Besuchern ein, die den Kult um Machu Picchu miterleben wollen. Daher ist es ratsam die Tickets für den Besuch der Ruinen bereits am Vortag zu kaufen, um nach einer mehr oder weniger ausgeruhten Nacht früh in den Tag zu starten. (Selbiges gilt auch für das Busticket zum Berg hinauf.) Einzig die „heißen Quellen“ der Thermalbecken am Rande der Stadt versprechen ein wenig Ruhe, Entspannung und Muße für müde Wandererseelen.




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