Lima – Stadt der Könige und „Zentrum“ Perus

General Jose de San Martin am Plaza San Martin

1991 wurde die Altstadt von Lima von der UNESCO zur Weltkulturstadt erklärt. Die 1535 von Francisco Pizarro gegründete Stadt war beinah 200 Jahre lang die Hauptstadt Spaniens in Südamerika und wurde auf einer alten Eingeborenensiedlung am Südufer des Río Rímac erbaut. Die Bezeichnung „Lima“ heißt vermutlich übersetzt „gelbe Blume“ und stammt aus dem indigenen Sprachraum. Die wichtigste Metropole der Region avancierte schnell zum religiösen Zentrum von Macht und Wohlstand. Die Nähe zum Meer gewährleistete einen schnellen Zugang zur See und bot eine ideale Ausgangslage für die Eroberungszüge ins Andenhochland. Der Beiname „Stadt der Könige“ spiegelt sich im Wappen wider; dieses zeigt die drei Kronen der drei Heiligen aus dem Morgenland.


Huaca Pucllana

Lima war in der Vergangenheit Schauplatz vieler historischer Ereignisse; darunter die Hinrichtung der von den spanischen Inquisitoren Verurteilten, der erste Stierkampf 1538 oder die Erklärung von Perus Unabhängigkeit 1821. Reste dieser aufstrebenden Geschichte sind vermehrt in den Außenbezirken wie Miraflores, Barranco und entlang des noch weiter südlicher gelegenen Küstenstreifens zu finden. Dazu gehören die präkolumbianischen Lehmziegelpyramiden Huaca Huallamarca und Huaca Pucllana oder die sich 31 km südlich der Stadt, am Ufern des Río Rímac befindliche archäologische Stätte Pachacámac. Gleich dahinter beginnen Limas endlose Strände.


Handwerker im Parque Kennedy

Trotz der hohen Bevölkerungsdichte und dem sich immer weiter entwickelnden Stadtzentrum ist Lima eine sehr grüne Stadt mit zahlreichen Parks, Handwerkermärkten, Olivenhainen und Badeplätzen. Dieser Kontrast zwischen wirtschaftlichem und kulturellem Reichtum lässt immer mehr Menschen in die Hauptstadt ziehen; vor allem junge Peruaner kommen, um hier zu leben, zu arbeiten oder sogar an der ältesten Universität Südamerikas (Universidad Nacional Mayor de San Marcos, 1551) zu studieren. Die Erwartungen sind hoch, wenn man sich der vielseitigen Metropole nähert.


La Catedral bei Nacht in Lima

Die ursprünglich 117 Blöcke in der Altstadt verlaufen strahlenförmig von der Plaza Mayor und bilden von oben betrachtet ein schachbrettartig angelegtes Straßennetz, in dem sich jahrhundertealte Bauten wiederfinden. Meist handelt es sich um Gebäude aus der Kolonialzeit, da ein Erdbeben 1746 beinah die gesamte Bausubstanz Limas zerstörte. Dazu gehören die zwischen 1535 und 1625 erbaute imposante La Catedral, in deren Seitenkapelle der Stadtgründer Pizarro begraben ist; der Palacio de Gobierno (Präsidentenpalast), das Municipalidad (Rathaus) sowie weitere Sakralbauten aus dem 16./17. Jahrhundert. Der von den Spaniern eingeführte Katholizismus zeitigt vielerorts den Bau kirchlicher Stätten wie der Iglesia de San Francisco oder dem Franziskanerkloster mit seiner unermesslich wertvollen Bibliothek. Viele Privathäuser wurden zwischenzeitlich zu Museen oder Regierungsgebäuden umformiert. Mit den zur Verfügung gestellten UNESCO-Geldern begann man das Zentrum wieder zu dem zu machen, was es früher einmal war: das Aushängeschild der Stadt und sogar des ganzen Landes Peru.



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