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Typische Getränke Perus

Während Ihres Peru-Urlaubs sollten Sie jedoch nicht nur die traditionellen Speisen verkosten, sondern auch die interessanten Getränke des Landes ausprobieren. Nicht groß, aber für Kenner bekannt ist das Weingebiet um Ica an Perus Südküste. Von hier stammt auch einer der bekanntsten Branntweine der Welt. Zu den alltäglichen Getränken der Peruaner gehört neben Bier und Tee die knallgelbe Inca Kola. Deren Hauptbestandteil ist das Extrakt der Hierba Luisa, einem Zitronenstrauch.

Pisco Sour

Am frühen Abend, wenn bereits viele Lokale schließen, wird es Zeit für Perus Nationalgetränk No. 1! Pisco ist ein Branntwein auf Traubenbasis und Grundzutat des gut trinkbaren Cocktails Pisco Sour. Hier gehts zum Pisco Sour-Rezept!

Für edle Pisco-Sour-Liebhaber: Besuchen Sie gemeinsam mit einer kleinen Reisegruppe einen traditionellen Pisco-Weinbaubetrieb!

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Echter Mate aus Peru: Kräuteraufguss aus Kokablättern

Der Inbegriff peruanischer Teetraditon ist der Mate aus Cocablättern – einem für kultische als auch medizinische Zwecke genutzten Kräuteraufguss. Die Kokapflanze wurde schon bei den Inkas verwandt. Die Heimat des Strauches sind die Osthänge der Anden von Peru, Bolivien bis Kolumbien, wo er auf Höhen von 300 bis 2.000 Meter über dem Meeresspiegel optimale Wachstumsbedingungen vorfindet. Den größte Anteil der weltweiten Ernte hat Peru; damit ist diese Ressource ein wichtiges ökonomisches Gut der peruanischen Wirtschaft.

Koka als legales Mittel gegen Höhenkranheit

Die Kokablätter werden als Genuss- mittel sowie für kultische und medizinische Zwecke genutzt. Da das Kauen der Blätter die Sauerstoffaufnahme im Blut verbessert, sind sie ein erfolgreiches Mittel gegen die Höhenkrankheit.

Peruanischer Mate ist ein Kräutertee

Weniger stark wirkt die Kokapflanze, wenn sie als Mate de Coca zubereitet wird. Darunter versteht sich eine Art Kräutertee, der in etwa die Wirkung eines Schwarztees oder Kaffees hat. In Peru und Bolivien gehört diese Mischung zu den Nationalgetränken. Die Produktion wird daher staatlich gefördert. Auch ist der Mate de Coca hier als Teebeutel erhältlich. Die Einfuhr nach Deutschland ist allerdings verboten, weil die Kokapflanze selbst unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Chicha – ein Bier aus Mais

Ein weiterer Getränkeklassiker ist das noch aus der Inka-Zeit stammende „Spuckebier“ namens Chicha, dessen Hauptbestandteil bis heute vergorene Maiskörner sind. Bereits die Inka haben diesen Trank zu sich genommen und für Festlichkeiten selbst eine höherprozentigere Variante zubereitet.

Das bierartige alkoholische Getränk wird durch Fermentation verschiedener Pflanzen durch Speichel gewonnen und hat einen Alkoholgehalt von 1 – 6% Vol. Im Inka-Reich wurde Chicha in der leichteren Variante als Alltagsgetränk verzehrt oder aber höherprozentig zu Festen wie dem „Inti Raymi“.

Bei der Herstellung werden Fladen aus Maismehl gebacken und von den Frauen durchgekaut. Die im Speichel befindlichen Enzyme wiederum sorgten dafür, dass die Stärke sich schnell in Zucker umwandelt. Ein natürlicher Katalysator, um die Gärung des Bieres rasch in Gang zu setzen.

Die alkoholfreie Variante, „Chicha morada“ aus violettem Mais wird durch das Auskochen des Maises hergestellt, der nach dem Erkalten mit Zucker und Limettensaft verfeinert und als Limonade getrunken wird.