Ruinenstadt Caral - Urprung der Andenkultur

Die Ruinenstadt von Caral – 5000 Jahre alte Frühkultur

Rund 200 km nördlich von Lima liegt die älteste bekannte Stadtsiedlung Amerikas, die Caral-Siedlung mit ihren Stufenpyramiden. Die erst 1994 wieder entdeckten Ruinen auf dem  Wüstenplateau im Supe-Flusstal wurden etwa um 2600 v. Chr. erschaffen. Damit sind die Überreste von Caral mindestens so alt wie die ägyptischen Pyramiden oder die Azteken-Tempel in Mexiko und gehören seit 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Entdeckung der Caral-Siedlung

Erstmals Erwähnung fand die Fundstätte 1905 durch den deutschen Forscher Max Uhle. 1940 entstanden Luftaufnahmen von kreisrunden Plätzen, die jedoch für die Fachwelt bedeutungslos blieben. Erst durch die Arbeit der peruanischen Archäologin Ruth Shady Solis wurde wirkliches Interesse geweckt.

Seither brachten die Ausgrabungen über 20 Steinbauten, Pyramiden, Zeremonienplätze, Bewässerungskanäle sowie viele Artefakte zu Tage. Geht man durch die einst belebten Straßen Carals, wo in der Blütezeit bis zu 3000 Menschen lebten, kann man sich der ungemeinen Faszination antiker Stadtgeschichte nicht mehr entziehen. Auf Antrag von Ruth Shady Solis wurde Caral 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Das Besondere am Caral ist das Bewässerungssystem, das die Inka später weiterperfektioniert wurde. Dadurch wurde das Leben und Wirtschaften inmitten einer unwirtlichen Wüstengegend, die aus Fels und Sand besteht, erst möglich.

Eine weitere Meisterleistung sind die rund vier Meter hohen Monolithe, die den Großen Tempel flankieren und aus Granit gefertigt wurden. Wie diese tonnenschweren Figuren an diesen Ort gelangten, kann nicht erklärt werden. Aktuell werden die Nutzbauten, Pyramiden und Wohnsiedlungen noch nach und nach freigelegt

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Anreise, Öffnungszeiten und Eintritt zur Caral-Siedlung

Die meisten Touristen reisen über die Stadt Supe an, von wo aus Taxifahrten sehr günstig (10 Soles) nach Caral angeboten werden. Beim Ausstieg Punte Caral gibt es einige kleine Shops für letzte Einkäufe. Nach einem Fußmarsch von einem Kilometer erreicht man den Eingang.

Erwachsene zahlen 11 Soles, Kinder 1 Soles, Gruppenführungen gibt es für 20 Soles bis zu 20 Personen und Senioren zahlen ab dem 60. Lebensjahr ebenfalls nur  1 Soles.

Hinweis zu den Öffnungszeiten: Die Caral-Siedlung öffnet werktags Montags bis Donnerstags nur bis 16 Uhr, an allen anderen Tagen kann man die Stätte bis 18 Uhr besichtigen.